Misericordias Domini

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Misericordias Domini

-Gottesdienst am Küchentisch-

Vorzubereiten

-ein schön gedeckter Tisch

-Gesangbuch

-ggf. Mahlzeugs

Zur Bedeutung des Tages

Im Mittelpunkt der Texte steht Gott als Hirte, als Begleiter und als Sorger. Die Texte dieses Sonntags zeichnen ein Gottesbild der Nähe, des Wissens Gottes um den einzelnen Menschen und es zeigt einen Kontrast zu anderen herrschenden Gottesbildern auf, die hoch auf ihren Altären thronen und der Mensch sich vor ihnen wie ein Staubkorn vorkommen, uninteressant für den Menschen. Ich finde damals wie heute ein aufbauender Gedanke, an diesen Gott zu glauben.

Eröffnung

(eine*r) Lasst uns diesen Gottesdienst feiern in großer Verbundenheit mit allen Geschwistern, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Antwort: Amen

(eine*r) Unsere Hilfe steht Namen des Herrn.

Antwort: Der Himmel und Erde gemacht hat.

Lied: EG 100 Wir wollen alle fröhlich sein

Wochenspruch

(eine*r) Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11.27-28)

Psalm 23

(eine*r) 1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

zum Psalm

Drei Gottesbilder werden im Psalm dargestellt; Gott der Hirte ist da, Gott geht mit (der Begleiter) und Gott bereitet das Mahl (der Wirt).

Suchen Sie sich ein Bild heraus und betrachten Sie es in ihrem Leben, in Ihrer jetzigen Situation oder zukünftigen: – Wo und wie habe ich erfahren das Gott da war, habe ich seine Gegenwart gespürt? Wie begleitet mich diese Erfahrung heute, wobei hat sie mir im Leben geholfen. Wo erfahre ich immer wieder Seine Gegenwart.

Wo war ich mir sicher, dass Gott mich begleitet, was bedeutet diese Sicherheit in meinem Alltag und in schweren Zeiten.

Gott bewirtet mich, einerseits ist das ein Vorausblick auf das Himmlische Festmahl und andererseits vermittelt dieses Bild Gottes den sorgenden Gott, der um meine Bedürfnisse weiß; Wessen bedarf ich derzeit am meisten? Welche Wege kann es geben, dass Gott das für mich besorgt, auf welchem Weg kann ich Gottes Sorge Umsicht erfahren?

—- Dieser Psalm ist voller Bilder und nicht nur wenn Sie mit Kindern dieses Gottesdienst feiern, malen Sie sich doch selbst in eines dieser Bilder hinein und/oder die Menschen die Ihnen am Herzen liegen, betrachten sie das Bild am Ende; was drückt es aus, welchen Psalm 23 Ihres Lebens erzählt es?

Lied: EG 265 Nun singe Lob, du Christenheit

Evangelium

HALLELUJA: EG 182

(eine*r) Das Evangelium für den Sonntag Misericordias Domini steht beim Evangelisten Johannes im 10. Kapitel, die Verse 11-16

Antwort: Ehr sei dir, Herre!

(eine*r) 11Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. 12Bezahlte Angestellte, die nicht Hirtinnen oder Hirten sind, und denen die Schafe nicht gehören, die sehen den Wolf kommen und verlassen die Schafe und fliehen – und der Wolf raubt die Schafe und treibt sie auseinander. 13Dies geschieht, weil sie bezahlte Angestellte sind und ihnen nichts an den Schafen liegt. 14Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, 15so wie mich Gott wie eine Mutter kennt und ich Gott kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe. 16Aber ich habe noch andere Schafe, die nicht von diesem Hof stammen; auch diese muss ich führen und sie werden meine Stimme hören, und sie alle werden eine Herde mit einem Hirten sein.

(eine*r) Frohe Botschaft, Evangelium unseres Herrn Jesus Christus!

Antwort: Lob sei dir, Christe!

Gedanken zum Evangelium

In Vers 14 sagt Jesus „ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“ – Habe ich darüber schon mal nachgedacht, was es bedeutet, das Jesus mich kennt, mit mir vertraut ist? Und was heißt es, ihn zu kennen?

Und in Vers 16 geht es um Schafe eines anderen Hofes, was kann das bedeuten, dass auch sie Jesu Stimme hören und wir eine Herde sein werden?

Versuchen Sie am Ende ihrer Gedanken ein Gebet der Zuversicht zu formulieren.

Glaubensbekenntnis EG 804

Fürbitten Vaterunser

(eine*r) Gott, wie ein guter Hirte hast du jeden und jede von uns im Blick, du bist da, du begleitest und sorgst für uns, so bitten wir dich:

(im Wechsel)

  • Für alle einsamen Menschen.
  • Für alle die unter jetzigen Situation Gewalt erfahren.
  • Für die Gewerbetreibenden, die nicht wissen wir es mit ihrem Geschäft weiter gehen soll.
  • Für alle Künstler, die in dieser Zeit nicht wissen wie es und wann und ob es weiter geht.
  • Für die Menschen in Verantwortung.
  • ….

(gemeinsam) Wir vertrauen auf dich, Gott und aus diesem Vertrauen heraus beten wir: Vater unser im Himmel…

Segen

(gemeinsam) Gott, segne uns und behüte uns. Gott lass dein Angesicht über und leuchten und sei uns gnädig.

Gott, erhebe dein Angesicht auf uns und schenke uns deinen Frieden.

Amen. Halleluja

Lied: EG 274 Der Herr ist mein getreuer Hirt

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Es ist gut, sich über Gedanken auszutauschen und Erfahrungen zu teilen, das ist wie ein Stück Kuchen miteinander zu teilen. Im Erzählen schenke ich Vertrauen und im Hören zeige ich Offenheit für den und die andere*n. Vielleicht rufen Sie heute jemanden aus der der Gemeinde an und erzählen sich ein paar Gedanken zum Gottesdienst und/oder zu den Texten. Auf jeden Fall dürfen Sie mich anrufen: 0160-97226361 – ich freue mich von Ihnen zu hören, nicht nur heute.

bleiben Sie behütet, gesund und tapfer

Ihr Alexander Stojanowic, Pfarrer

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hirte und Herde, ein idyllisches Bild, ein wohltuendes Bild. Noch bedeutungsvoller wurde es für mich, als ich in Israel die Schafherden sah, deren Weide nach unseren Maßstäben steinig und dürr war. Hier muss der Hirte wissen, wo die Orte sind, die in all der Trockenheit noch gute Pflänzchen hervorbringen. Auch kann er nicht lange mit der Herde an einem Ort verweilen, weil das karge Grün ja für alle ausreichen soll. Aber so gut ist unser Gott, dass ER Weide für uns findet, auch wenn es uns manchmal eng und aussichtslos erscheint. Darum liebe ich auch das Kapitel 34 aus Hesekiel, wo Gott so klar macht, dass ER selber der gute Hirte ist, den David erlebt und in dessen Tradition Jesus sich stellt.

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    1. Danke für Ihren Kommentar. Mir fällt seit einiger Zeit auf, dass ein Großteil der Predigt damit zu tun ist, die Bilder verständlich zu machen, gerade die einer Agrargesellschaft, und das auf dem Land, eigentlich sollte ein Theologiestudium auch ein Kulturstudium sein. Liebe Grüße und Schabbat Schalom!

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