https://on.soundcloud.com/ZZkU7fidGjNqFfnkX5

Vom Geist bewegt – Konfirmationen in unserer Gesamtkirchengemeinde

An den vergangenen Wocheneden und Feiertagen haben wir in unserer Gesamtkirchengemeinde Konfirmation gefeiert. In Walsleben, Dabergotz, Katerbow, Gottberg und Manker standen junge Menschen im Mittelpunkt, die ihren eigenen Weg mit Gott suchen, fragen und bekennen.

Konfirmation ist mehr als ein festlicher Gottesdienst mit schöner Kleidung, Familienfotos und Kuchenbuffet – auch wenn Letzteres natürlich theologisch nicht zu unterschätzen ist. Konfirmation bedeutet: Ein Mensch sagt Ja.

Ja zu dem Segen, der längst über seinem Leben steht.

Ja zur Taufe.

Ja zu einem Glauben, der wachsen darf – mit Fragen, Zweifeln, Mut, Hoffnung und manchmal auch mit einer guten Portion Trotz.

In den Predigten standen die Konfirmationssprüche der Jugendlichen im Mittelpunk.

Gerade das ist eine starke Botschaft für junge Menschen. Sie leben in einer Welt, die ständig bewertet: Leistung, Aussehen, Auftreten, Noten, Klicks und Reaktionen. Gott aber schaut tiefer. Er sieht nicht nur, was gelingt, sondern auch, was ringt. Er sieht nicht nur das fertige Bild, sondern auch das Werden.

Ein Gedanke begleitete mehrere Konfirmationsgottesdienste: die drei Ämter aller Getauften – König:in, Prophet:in und Priester:in. Das klingt zunächst feierlich, fast nach schwerem Brokat und kirchlichem Hochregal. Gemeint ist aber etwas Lebendiges: Jeder getaufte Mensch trägt Würde, Stimme und Verantwortung.

Königlich ist ein Mensch, weil Gott ihm Würde schenkt. Prophetisch ist ein Mensch, weil er Wahrheit sagen darf, wo etwas schief läuft. Priesterlich ist ein Mensch, weil er für andere eintreten, beten, segnen, trösten und verbinden kann.

Zu Pfingsten bekommt dieser Gedanke besondere Kraft. Der Heilige Geist ist kein Besitzstand einer religiösen Fachabteilung. Er weht, wo er will. Er bewegt Menschen, schenkt Sprache, Mut und Gemeinschaft. Er macht aus Einzelnen Gemeinde – manchmal sogar mit Klappstühlen, Kuchenlisten und Absprachen per WhatsApp.

Darum gilt ein großer Dank allen, die diese Konfirmationsgottesdienste vorbereitet, begleitet und mitgefeiert haben: den Familien, Kirchenältesten, Musiker:innen, Küster:innen, Helfer:innen, Fotografierenden, Fahrenden, Schmückenden, Betenden und Mitdenkenden. Vieles sieht am Ende selbstverständlich aus. Ist es aber nicht.

Den Konfirmierten wünschen wir, dass ihre Sprüche nicht nur Worte für diesen einen Tag bleiben. Sie sollen mitgehen – in gute Zeiten und schwere, in Aufbruch und Zweifel, in Freude und Müdigkeit. Gott sieht das Herz. Gott hält seine Hand über euch. Und Gott spricht: Fürchte dich nicht. Geh deinen Weg. Du bist gesegnet.

Scannen und zu den Predigten.

Hinterlasse einen Kommentar