Nischengott drei Treppen hoch am Straßenrand

Rom kann laut sein. Motorroller, Touristenströme, Stimmen in allen Sprachen – und dann plötzlich eine kleine Kirche, kaum breiter als ein Wohnhaus, drei Treppenstufen hoch, direkt am Straßenrand. Kein monumentaler Vorplatz, keine Prozession. Nur eine Nische Gottes im urbanen Lärm. Gott ist manchmal nicht im Monument, sondern im Absatz. Drei Stufen genügen. Ich trete ein….

Die unnahbare Basilika

Eine unnahbare Basilika Nach dem Requiem, das sich so selbstverständlich in das Leben der Stadt eingezeichnet hatte, betrat ich wenige Stunden später eine andere große Kirche Roms. Wieder Gold. Wieder Weite. Wieder jene architektonische Geste, die sagt: Hier wohnt mehr als nur Geschichte. Und doch war alles anders. Manchmal ist eine andere Kirche wie Fastfood….

Römisches Requiem – Der Tod findet mitten in Rom statt

Rom ist eine Stadt, in der nichts am Rand geschieht. Auch nicht der Tod. Er wird nicht ausgelagert, nicht versteckt, nicht diskret in funktionale Trauerhallen verschoben. Er findet statt – mitten im Strom der Menschen, unter goldenen Mosaiken, zwischen Reisegruppen mit hochgereckten Smartphones und alten Damen mit schwarzen Schleiern. Mein Rombesuch führte mich unvermittelt in…

Buß- und Bettag

Kurz vor Tod und Ewigkeit, kein Sonntag, kein Fest, ein Mittwoch zum Anhalten im Getriebe, mir selbst zu liebe. Mich selbst zu lieben, nicht mich selbst zu blenden, ein paar Minuten an diesem Tag im Jahr, zurück schauen auf mich selbst. Danke zu sagen für alles zurückliegende. Danke in die Welt zu sagen, für den…