- Lobe den Herrn, meine Seele! Herr mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist das Kleid, das Du anhast.
Ich lebe in dieser Welt und habe einen Ort auf dieser Erde.Im Umschauen, im Betrachten entdecke ich an der Großzügikeit der Schöpfung ihren Schöpfer und die alltägliche Schönheit findet ihr Spiegelbild in meinem Innersten aus dem heraus ich rufe: Lobe den Herrn!
2. Du breitest den Himmel aus, wie einen Teppich; der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, dass es bleibt immer und ewiglich. Du feuchtest die Erde von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.
Heute Morgen schaute ich in meinen Himmel und dachte an deinen dort.
Ich sah im Morgengrauen über den Wiesennebeln Wolkenteppiche lang und schmal
und dachte an deinen Himmel heute über Jerusalem, mein Freund.
Kein Regen ist es, der die Straßen von oben anfeuchtet bei Dir und oft in den Händen nicht süße Früchte, die wichtigsten Dokumente falls es losgeht.
So nicht hatte es sich der Mensch, der vor langen in deiner Stadt im Tempel dies Lied gedacht.
3. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.
Vorbei der erfreuende Blick über die friedvollen Weiden hier, wenn ich an deine Angst denke. Wie lange wird es dauern, bis wieder Wein fließt und Freude ist, ohne die Angst zu vertreiben, du wieder durch die Gassen deiner Stadt gehen kannst, es dich hinauszieht ins Weite?
Wann kann der eine Mensch im Gesicht des anderen Menschen wieder die Schönheit entdecken.
4. Herr wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weide geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.
In all der Zeit, wie immer sie ist, schaffst DU, Ewiger, das bestirnte Firmament über mir und jeden Bestandteil der kleinesten Zelle in mir. Ob unermesslich groß, ob verschwindend klein, alles hast DU, Ewiger, mit Ordnung und in Ordnung geschaffen.
Aber was tut Deine Schöpferhand im Angesicht der Welt? Hältst DU sie verschlossen, wo ist das Gute das DU gibst? – Hast DU, EINZIGER, deine Hand verschlossen und wir hungern des Gutes und müssen von anderer Kost leben?
5. Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub. Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu die Gestalt der Erde.
Deine geschlossene Hand, dein verborgenes Angesicht, hast DU, LEBENDIGER, das Leben verworfen? Warum vergeht der Odem der schwachen und schutzlosen Menschen und die Feinde deiner Schöpfung atmen in vollen Zügen?
Herr sende aus deinen Odem, dass wieder lebendig werde der Blick deiner Menschen im Angesicht deiner Schöpfung. Dass wir gewiß sind zu empfangen das Gute aus deiner Hand und schauen deinen Frieden.
Denn…
6. Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich, der Herr freue sich seiner Werke! Lobe den Herrn, meine Seele!